Jetzt fragt sich sicherlich jeder “Was ist der ADS-Abschnitt 7?”.
Ganz einfach. Ich habe mein Leben in Abschnitte geteilt:
- 0-14 Jahre (KiGa, Grundschule, Realschule bis 8. Klasse)
- 14-16 Jahre (Realschule 9.-10. Klasse)
- 16-20 Jahre (Ausbildung zur Chemielaborantin)
- 20-21 Jahre (Befristung im Ausbildungsbetrieb)
- 22-24 Jahre (Firma L. in 56626 Andernach)
- 24-25 Jahre (Firma I. in 85716 Unterschleißheim)
- aktuell
Ich bin seit September in der Qualitätskontrolle eines pharm. Betriebs angestellt. Das war ich auch schon die 4 Jahre zuvor, jedoch war die Arbeit zuvor abwechlsungsreicher. Bei mir stellte sich eine übermäßige Unzufriedenheit heraus, die aus Fehlern, schlechtem Wetter und “anderen” Menschen entstand. Obwohl die Arbeit einfach, 99% auf Papier erklärt steht und logisch ist, machte ich Fehler um Fehler. Jeden Tag was Neues – und nach Wochen wieder der Fehler, den wir schon ausdiskutiert hatten. Nun habe ich mir mit einem “Template” ausgeholfen, der mich dazu zwingt, meine Arbeit zu kontrollieren. Dieses Template wächst und wächst, die Fehlerquote schrumpft von Tag zu Tag.
Doch bevor es dazu kam, gab es viel Ärger und Missverständnisse. Fehler wurden gemacht und nicht besprochen, ich wandt mich nicht an meine “Betreuerin”, sondern suchte Rat bei anderen Kollegen – wenn überhaupt (Ich hatte ja viel Wissen mitgebracht).
Gleich in der ersten Woche, war mir alles zu selbstverständlich und ich bemühte mich, während der Arbeit meinem Schatz einen Gefallen zu tun. Das passte leider nicht so recht in den zeitlichen Rahmen der Einarbeitung – STRESS!!!!
Ich habe mich bemüht, mich gleich zu 100% einzubringen und mich frischen Ideen, den Laboralltag zu bereichern – FEHLER, weil nicht gewünscht. Man vertraut einer Neuen nicht.
Ich rannte gegen Wände – immer und immer wieder. Das Labor steckt in einer eingefahrenen Routine – grundsätzlich ja nicht schlecht, aber Platz für Verbesserungen sollte doch sein. Vor allem, wenn man gleich zu Beginn immer wieder motiviert wurde, sich einzubringen.
Nun muss ich mich beweisen. Gefühlt wirds von Woche zu Woche besser. Letzte Woche passierte mir leider etwas sehr Ungutes: Ich habe den Kollegen nicht mit Nachdruck gesagt, dass ich einen Tag Urlaub habe und jemand meine Arbeit übernehmen muss. SCHEIßE, passiert. Hoffentlich nie wieder…
Nun zu meiner Theorie:
Routine liegt mir nicht. Es fehlt die Motivation, Voranzukommen, weil die Aussicht darauf verstellt wurde. Brutal. Ich brauche den “Kick” etwas Neues zu erfahren, entwickeln oder einfach wieder gefordert zu werden. Auch wenn es momentan so aussieht, als bekäme ich es nichtmal hin, die einfachen Aufgaben zu 100% zu erledigen, wird es vielleicht besser, wenn man mir Abwechslung bietet. Deswegen war ich wohl auch in Abschnitt 5 und 6 besser – da war halt mehr geboten als momentan.
Zum vergleich: Abschnitt 5: zuerst 5 Produkte (mind. 3 Analysen), dann 2 Produkte (je 5 Analysen), Abschnitt 6: unzählige HPLC- und nasschemische Analysen, Abschnitt 7: momentan 3 Produkte (je 1 Analyse)
Jetzt wurde in der Abteilung die Möglichkeit geboten, sich auf eine abwechslungsreichere Stelle zu bewerben – nehme ich dann wohl in Angriff…